Reiseziele der Kategorie: Kunst

Slinky springs to Fame

51.493111, 6.858421

Der Frankfurter Architekt und Künstler Tobias Rehberger entwarf für die EMSCHERKUNST.2010 eine Fußgängerbrücke über den Rhein-Herne-Kanal. Die spiralförmige Brückenskulptur mit dem beschwingten Namen „Slinky Springs to Fame“ ist angelehnt an das beliebte amerikanische Spielzeug, die Regenbogenspirale. In ihrer Konstruktion ist die Brücke einzigartig: Leicht, wild und unregelmäßig wie ein geworfenes Seil führt sie Fußgänger vom Kaisergarten über den Rhein-Herne-Kanal auf das Gelände des Stadtsportbundes.

Mehr Informationen zur Spiralbrücke und Tobias Rehberger finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Landschaftsbauhütte

51.496541, 6.895754

Auf dem Gelände der ehemaligen Gutehoffnungshütte haben Oberhausener Künstler verschiedene Skulpturen geschaffen. Ein „Blaues Band“ verbindet nun über die imposante Fußgängerbrücke der Ingenieure Schlaich, Bergermann und Partner die Brache Vondern mit der Emscher-Insel. Es schlängelt sich entlang der Radwege vom Klärpark Läppkes Mühlenbach über Haus Ripshorst bis zur Burg Vondern durch die Landschaft. Entlang der Wegestrecke können Besucher verschiedene Kunstobjekte entdecken, wie zum Beispiel einen roten „Stufenturm“, eine „Emschersäule“ und einen „Brachenthron“.

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Zauberlehrling

51.493806, 6.895336

Auf einer Wiese in der Nähe von Haus Ripshorst in Oberhausen lässt die Berliner Künstlergruppe Inges Idee einen Strommast tanzen. Die 35 Meter hohe Skulptur – genannt „Zauberlehrling“ – entstand im Rahmen der EMSCHERKUNST und wirkt so, als bewege sie sich mühelos im Wind. Die geschwungene Form zeichnet gleichzeitig eine menschliche Figur und erinnert so an den gerufenen Geist aus Goethes „Zauberlehrling“, der sich dem Gehorsam des Lehrlings entzieht.

Mehr Informationen zum „Zauberlehrling“ finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Schurenbachhalde

Emscherstraße 200, Essen, Germany

Auf südlichen Seite des Rhein-Herne-Kanals erhebt sich die Schurenbachhalde, eine etwa 65 Meter hohe Abraumhalde des Steinkohlebergbaus. Auf der heute begrünten Halde befindet sich seit 1998 als Landmarke die 15 Meter hohe Skulptur „Bramme für das Ruhrgebiet“ des amerikanischen Künstlers Richard Serra. Nahe der Bramme, etwas versteckt entlang des Emscher-Weges, steht zudem eine weitere künstlerische Arbeit: Die „Schwelle“ von Raimund Kummer aus dem Jahr 1987.

Die Skulpturen sind jederzeit frei zugänglich.

Carbon Obelisk

Carbon Obelisk, Essen, Germany

An einer Wegkreuzung nördlich der Emscher in Essen- Karnap in Sichtweite der Schurenbachhalde befindet sich die fast 14 Meter hohe Skulptur „Carbon Obelisk“ der amerikanischen Künstlerin Rita McBride, die im Rahmen der EMSCHERKUNST entstanden ist. Der Obelisk, der historisch gesehen zumeist der repräsentativen

Auszeichnung von Plätzen und Gebäuden diente, markiert hier ganz bewusst einen ganz unscheinbaren Ort, ein kleines unscheinbares Fleckchen im Niemandsland: Unter einer Hochspannungsleitung gelegen, umgeben von Sträuchern, scheint die Skulptur wie zufällig hier abgestellt. Doch dieser Eindruck trügt: Rita McBride antwortet mit dem Obelisken als einem Sinnbild autonomer Skulptur auf die nah gelegenen großen prominenten Landmarken von Raimund Kummer und Richard Serra.

Der Carbon Obelisk ist jederzeit frei zugänglich. Mehr Informationen zum „Carbon Obelsik“ sowie zur Künstlerin finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Nordsternpark

Am Bugapark 1, 45899 Gelsenkirchen

Der 160 Hektar große Nordsternpark in Gelsenkirchen entstand auf dem Gelände der gleichnamigen, ehemaligen Zeche und wurde 1997 im Rahmen der Bundesgartenschau eröffnet. Die Bergbauvergangenheit des Geländes wurde bei der Umgestaltung zu einem Landschaftspark miteinbezogen. Die historischen Zechengebäude und der Förderturm wurden erhalten und saniert. Sie sind als Landmarke schon aus der Ferne sichtbar, genauso wie die große, rote Bogenbrücke über dem Rhein-Herne-Kanal. Auf dem alten Schachtturm der Zeche Nordstern posiert seit 2010 der Herkules, eine Monumentalplastik des Künstlers Markus Lüpertz. Die Figur soll die menschliche Kraft symbolisieren, die diese Kulturlandschaft geschaffen und immer wieder verändert und neu erfunden hat. Im Inneren des Nordsternturms zeigt das Videokunstzentrum vor der Kulisse der alten Fördermaschinerie Wechselausstellungen hochkarätiger Medienkunst. Unter dem Dach des Turms in fast 100 Metern Höhe befindet sich zudem eine Panoramaterrasse, die einen beeindruckenden Blick auf das Gelände des Parks eröffnet. Neben weitläufigen Wiesenflächen beheimatet der Nordsternpark unter anderem Abenteuer- und Wasserspielplätze, Kletterwände, eine Bühne für Open-Air-Veranstaltungen und die Gärten der Stadt.

Mehr Informationen zum Nordsternpark finden Sie unter www.nordsternpark.de.

Gelsenkirchen

Über Emscher-Weg

Monument for a Forgotten Future

An den Schleusen 5 45881 Gelsenkirchen

Das Plateau auf der so genannten „Wilden Insel“ nördlich der Schleusen des Rhein-Herne-Kanals in Gelsenkirchen bietet eine beeindruckende Sicht über die imposanten Anlagen der Ruhr Oel Raffinerie. „Wilde Insel“ wird sie im Volksmund genannt, weil sich hier zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal ein schmales Stück dicht bewachsenes Land schiebt, eine kleine grüne Oase.

Folgt man dem kleinen Pfad an die bewaldete Spitze der „Wilden Insel“, so trifft man auf eine „unnatürliche Naturerscheinung“: die 2010 zur EMSCHERKUNST errichtete Monumentalskulptur „Monument for a Forgotten Future“ der Künstler Olaf Nicolai und Douglas Gordon – eine Nachbildung eines realen Felsens aus dem Joshua Tree Nationalpark in den USA.

Aus dem Inneren des künstlichen Felsen klingt eine von der schottischen Post-Rockband Mogwai komponierte Symphonie, ein Lied für die Emscher.

Das „Monument“ ist jederzeit kostenfrei zugänglich. Die Musik von Mogwai ist nur in der Sommersaison zu hören. Mehr Informationen zum Kunstwerk sowie zu den Künstlern finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Gelsenkirchen

Über Emscher-Weg

Künstlerzeche Unser Fritz

Alleestr. 50, 44653 Herne

Seit 1964 wird das sanierte Kauengebäude der ehemaligen Zeche Unser Fritz in Herne als Quartier für Künstlerateliers genutzt. Regelmäßige Ausstellungen laden Besucher zur Begegnung mit der Kunst ein. Darüber hinaus bietet das Gebäude Raum für Symposien, Musikveranstaltungen, Dichterlesungen, Schachtfeste und andere Vorstellungen. Zum Rhein-Herne-Kanal hin ist eine Spiellandschaft entstanden. Ein Picknickplatz bietet die Möglichkeit, gemütliche Erholungspausen einzulegen.

Informationen zu Öffnungszeiten und aktuellen Veranstaltungen finden Sie unter www.kuenstlerzeche.de.

Glückauf. Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet

Bahnhofstraße 295, 44629, Herne, Deutschland

Der Faulturm auf der ehemaligen Kläranlage der EMSCHERGENOSSENSCHAFT in Herne wurde gereinigt, entkernt und saniert, so dass die merkwürdige Ei-Form des Faulturms eine eigene ästhetische Qualität entwickeln konnte. Im Rahmen der EMSCHERKUNST wurde die Fassade des Faulturms von der Frankfurter Künstlerin Silke Wagner mit einem monumentalen Wandmosaik verkleidet. Das mehr
als 600 Quadratmeter große Mosaik erzählt die Geschichte des Bergarbeiterstreiks im Ruhrbergbau. Wie eine Bauchbinde ummantelt es den zylindrischen Mittelteil des Turms. Unter dem Titel „Glückauf. Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet“ werden wichtige historische Szenen aus den vergangenen 120 Jahren gezeigt.

Der Faulturm ist jederzeit kostenfrei zugänglich. Mehr Informationen zum Kunstwerk sowie zur Künstlerin finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Reemrenreh

51.564186, 7.251314

Im Schleusenbereich am „Herner Meer“ ragt die Großskulptur „Reemrenreh“ des Düsseldorfer Künstlers Bogomir Ecker aus dem Wasser. In Anlehnung an die sagenhaften Kolosse von Memnon wird die Skulptur mit Hilfe von Wind und ihren Öffnungen entlang des Hohlkörpers zum Singen gebracht. Um das Kunstwerk bewusst in Szene zu setzen, wird es mit einer ins Wasser gesetzten Straßenlaterne beleuchtet. Die gelbe Skulptur, die 2010 im Rahmen der EMSCHERKUNST entstand, hat sich zu einer „Wassermarke“ entwickelt und wird vom Volksmund liebevoll „Käsestange“ genannt.

Anfahrt über Gneisenaustr., vor Hafen links bis Nr. 187, 44628 Herne. Mehr Informationen zu Kunstwerk und Künstler finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Walkway and Tower

51.589683,7.286086

Im Rahmen der EMSCHERKUNST hat der japanische Künstler Tadashi Kawamata in Recklinghausen-Suderwich auf einer Anhöhe einen Turm mit einer Stegzuführung entworfen, den „Walkway and Tower“. Der Rundturm selbst erfüllt zwar alle Anforderungen einer funktionalen Architektur – Tadashi Kawamata versteht ihn in konzeptueller Hinsicht aber als Skulptur, die ganz bewusst den Charakter des Provisorischen, des Unfertigen und des Vergänglichen trägt.

Der fast 12 Meter hohe und begehbare Turm aus Lärchenholz ist ein beliebter Aussichtspunkt entlang des Emscher-Weges, denn er bietet einen weiten Blick über die gesamte Breite der Emscher-Insel bis hin zum regen Schiffsverkehr auf dem Rhein-Herne-Kanal.

Der Aussichtsturm „Walkway and Tower“ ist jederzeit und kostenfrei für Besucher zugänglich.  Anfahrt über Industriestr. 41, 44577 Castrop-Rauxel. Mehr Informationen zum Kunstwerk und Künstler finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Recklinghausen

Über Emscher-Weg

BernePark

Ebelstraße 25a, Bottrop, Deutschland

Der Stadtteil Bottrop-Ebel liegt in „Insellage“ zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Ebel entstand 1863 als Siedlung für die Zeche Prosper I.  Noch heute befindet sich hier eine für das Ruhrgebiet typische Zechensiedlung. Am nördlichen Rand von Bottrop-Ebel liegt die in den 50er-Jahren erbaute Kläranlage Bernemündung der EMSCHERGENOSSENSCHAFT, die seit 1997 außer Betrieb ist. Im Zuge der emscherkunst wurde das Gelände der ehemaligen Kläranlage zu einem öffentlich zugänglichen Bürgerpark umgestaltet. Im früheren Maschinenhaus befindet sich heute eine Gastronomie.

Im BernePark können vier Kunstwerke der emscherkunst dauerhaft erlebt werden. So sind hier das „Theater der Pflanzen“ von Piet Oudolf und Gross.Max und die „Lichtinstallation“ von Mischa Kuball sowie das Werk „Catch as catch can“ von Lawrence Weiner angesiedelt. Außerdem findet sich hier auch eins der zahlreichen markanten Fernrohre des dänischen Künstlers Jeppe Hein.

Das so genannte „Parkhotel“ des österreichischen Künstlers Andreas Strauss bietet Besuchern in Form von umgebauten Kanalrohren ausgefallene Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Gelände. Über das Internet können die Schlafplätze in der ungewöhnlichen Herberge ganz unkompliziert reserviert werden. Übernachtet wird nach dem „Pay as you wish“-Prinzip, bei dem die Gäste bezahlen, was sie für angemessen halten bzw. womit sie die Idee unterstützen möchten.

Der BernePark ist jederzeit geöffnet und kostenfrei zugänglich. Die aktuellen Öffnungszeiten des Restaurants im Maschinenhaus finden Sie unter www.bernepark.de. Reservierungen für das Parkhotel können unter www.dasparkhotel.net erfolgen. Mehr Informationen zu den Kunstwerken im BernePark finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Ludwiggalerie Schloss Oberhausen

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049, Oberhausen, Deutschland

Das Schloss Oberhausen gab dem 1846 in der Nähe erbauten und 1847 eröffneten Bahnhof und damit der späteren Stadt Oberhausen den Namen. Das Schloss Oberhausen, das heute die renommierte Galerie Ludwig beherbergt, schließt sich dem Kaisergarten an. In der historischen Schlossanlage werden Meisterwerke alter und moderner Kunst aus den Beständen von Peter und Irene Ludwig präsentiert. Daneben zeigt das Museum regelmäßig populäre Wechselausstellungen aus den Bereichen Video, Fotografie und Plakatkunst.

Mehr Informationen zu aktuellen Ausstellungen sowie den Öffnungszeiten der Galerie Ludwig erhalten Sie unter www.ludwiggalerie.de.

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Die Region von Bönen bis Lünen entdecken

Der Seseke-Weg bietet eine direkte Wegeverbindung zwischen Bönen über Kamen und Bergkamen bis zur Sesekemündung in Lünen. An der Mündung in Lünen ist der Seseke-Weg mit der Römer-Lippe-Route verknüpft. Entlang der rund 25 Kilometer langen Strecke laden Rastplätze und Kunststandorte des Projektes „Über Wasser gehen“ zum Verweilen ein. 

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