Reiseziele der Kategorie: Wassertechnik

Emschermündung

Am Hagelkreuz, 46535 Dinslaken

Rund 80 Kilometer legt die Emscher von ihrer Quelle in Holzwickede zurück, bis sie in Dinslaken in den Rhein mündet. Noch stürzt die Emscher dort über ein rund sechs Meter hohes Bauwerk in den Rhein – eine ökologische Barriere zwischen Emscher und Rhein, die Fische und andere Lebewesen nicht passieren können. 2014 hat die EMSCHERGENOSSENSCHAFT mit dem Neubau der Emschermündung begonnen, im Zuge dessen wird die Mündung weiter Richtung Norden verlegt und ein neuer, naturnaher Mündungsbereich geschaffen. In einigen Jahren werden so an der Emschermündung eine natürliche Auenlandschaft und neue Rad- und Wanderwege Besucher dazu anregen, den neuen Ausflugs- und Erholungsraum zu erleben.

Klärwerk Emschermündung

Turmstraße 44 a, 46539, Dinslaken, Germany

Drei markante Faultürme kennzeichnen das Klärwerk Emschermündung (auch KLEM genannt) der EMSCHERGENOSSENSCHAFT als eine von drei zentralen Kläranlagen der Emscher. Der Komplex wurde 1976 als einst größte Kläranlage Europas in Betrieb genommen, um das Wasser der Emscher vor dem Zufluss in den Rhein zu klären. 2001 wurde das Klärwerk umfassend modernisiert.

Derzeit wird das KLEM noch als Flusskläranlage betrieben. Das bedeutet, dass hier in der Regel die gesamte Wassermenge, die aus dem ganzen Emschergebiet im Klärwerk ankommt, behandelt wird. Dazu gehört auch das schon geklärte Abwasser aus den Emscher-Kläranlagen in Dortmund und Bottrop, abgepumptes Grundwasser und Grubenwasser sowie das Abwasser, was auf der Strecke unterhalb des Auslaufes der Kläranlage Bottrop anfällt. Deshalb ist die Anlage für enorme Wassermengen von bis zu 30.000 Liter pro Sekunde ausgelegt. Im Rahmen des Emscher-Umbaus baut die EMSCHERGENOSSENSCHAFT das Klärwerk um und passt es so den Anforderungen der neuen Emscher an. Künftig soll das Klärwerk ausschließlich mit dem Abwasser aus dem Abwas- serkanal Emscher beschickt werden. Die dann saubere Emscher wird nur noch an der Anlage vorbeifließen und das im Werk gereinigte Wasser wieder aufnehmen – also eine Art Frischzellenkur für das Emscher-Gewässer. Nach dem Umbau wird das Klärwerk Emschermündung „fit“ sein für das Neue Emschertal, welches bis 2020 auch ökologisch ein neues Gesicht erhält – als ein blauer Fluss mit grünen Ufern!

Das Klärwerk kann nach vorheriger Absprache im Rah- men einer Führung besichtigt werden. Ansprechpartner für Besucheranfragen: EMSCHERGENOSSENSCHAFT, Marc Franke, Tel. 02 01 / 104 26 30, franke.marc@eglv.de, www.emschergenossenschaft.de

Klärpark Läppkes Mühlenbach

51.493351, 6.909879

Die Kläranlage „Läppkes Mühlenbach“ der EMSCHERGENOSSENSCHAFT wurde 1958 in Oberhausen errichtet und war bis 1996 in Betrieb. Mit der Fertigstellung der hochmodernen Großkläranlage Emscher-Mitte in Bottrop wurde sie mehr oder weniger „überflüssig“. Zu ihren Betriebszeiten klärte sie Abwässer von fast 70.000 Menschen aus den Essener Stadtteilen Borbeck und Frintrop. 2003 wurde das stillgelegte Gelände aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und der „Klärpark Läppkes Mühlenbach“ nach den Plänen der Landschaftsarchitekten Heimer und Herbstreit eröffnet. Die Bauwerke der ehemaligen Kläranlage wurden dabei kreativ in die Parkgestaltung integriert. Diese Weiternutzung steht symbolisch für den Umbau des Emscher-Systems: Aus den Hinterhöfen des Reviers werden seine neuen Vorgärten.

Kläranlage Bottrop

In der Welheimer Mark 190, 46238, Bottrop, Germany

Weithin sichtbar ragen die vier fast 50 Meter hohen, eiförmigen Faultürme der Kläranlage Emscher-Mitte der EMSCHERGENOSSENSCHAFT in Bottrop in die Höhe. Die vier Türme der Faulbehälteranlage sind weithin sichtbare Landmarken und werden nachts leuchtend blau illuminiert. Mit einer Kapazität von 1,3 Millionen Einwohnerwerten ist die Kläranlage Bottrop eine der größten und modernsten Europas.

Die Kläranlage kann nach vorheriger Absprache im Rah- men einer Führung besichtigt werden. Ansprechpartner für Besucheranfragen: EMSCHERGENOSSENSCHAFT, Marc Franke, Tel. 02 01 / 104 26 30, franke.marc@eglv.de, www.emschergenossenschaft.de

Blaues Pumpwerk Gelsenkirchen

51.5236911, 7.03021467

Neben der Kohlemischanlage im Nordsternpark tut sich ein großer blauer Würfel auf – das Pumpwerk Gelsenkirchen-Horst der EMSCHERGENOSSENSCHAFT. Zur Bundesgartenschau 1997 wurde es nach einem Entwurf des Künstlers Jürgen Fischer eindrucksvoll mit blauem Glas verkleidet. Auf dem Dach „thront“ ein gläserner Pavillon, der sich in der Fassade des Pumpwerks scheinbar spiegelt.

Früher pumpte die Anlage den gesamten Zufluss in die Emscher, heute wird das Schmutzwasser unterirdisch zur Kläranlage Bottrop geführt und nur das saubere Regenwasser gelangt über separate Pumpen in die Emscher.

Das Pumpwerk kann nach vorheriger Absprache im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Ansprechpartner für Besucheranfragen: EMSCHERGENOSSENSCHAFT, Marc Franke, Tel. 02 01 / 104 26 30, franke.marc@eglv.de, www.emschergenossenschaft.de

Gelsenkirchen

Über Emscher-Weg

Wasserkreuz Castrop-Rauxel

51.596441, 7.298789

In Castrop-Rauxel kreuzt der Rhein-Herne-Kanal die Emscher, die dabei durch einen Düker den Kanal unterquert. Um ausreichend Platz für die Großmotorgüterschiffe zu schaffen, wurde der Rhein-Herne-Kanal an dieser Stelle ausgeweitet und der Durchlass der Emscher nach Norden verlegt. Ein stillgelegter Altarm der Emscher dient heute als Teich. Das Wasserkreuz markiert das östliche Ende der Emscher-Insel. Nach 2017 soll das Wasserkreuz zu einem neuen Freizeit- und Erholungsraum am Wasser umgebaut werden.

Der Rhein-Herne-Kanal feierte 2014 sein 100-jähriges Jubiläum. Einst war er die Schlagader des Kohltransports der Region und auch heute noch gehört er zu den bedeutenden industriellen Wasserstraßen Europas. Seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 wird der Rhein-Herne-Kanal im Rahmen des Projekts„KulturKanal“ regelmäßig mit Kunst und Kultur bespielt. Auf rund 70 Kilometern Länge, von Duisburg bis Waltrop, zeigt u. a. die Freiluftausstellung „Bilder am Kanal“ am Kanalufer 15 großformatige Tableaus, auf denen sich unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler mit den Erscheinungen der Region im Umbruch von der Schwerindustrie in die Freizeitgesellschaft auseinandersetzten.

Castrop-Rauxel

Über Emscher-Weg

Hochwasserrückhaltebecken Mengede/ Ickern

51.584193, 7.356055

An der Stadtgrenze zwischen Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel-Ickern hat die EMSCHERGENOSSENSCHAFT ein Hochwasserrückhaltebecken (kurz HRB) mit einer Größe von 33 Hektar und einem Stauvolumen von 1,1 Millionen Kubikmetern Wasser gebaut. Umgerechnet entspricht dies ungefähr der Größe von 46 Fußballfeldern.

Das Becken, welches von der Emscher durchgängig durchflossen wird, optimiert den Hochwasserschutz flussabwärts gelegener Siedlungsbereiche. Im geplanten Endzustand liegt das Rückhaltevolumen bei etwa 1,1 Mio. Kubikmetern – ungefähr so viel wie der Inhalt von sieben Millionen Badewannen. Neben seiner Hochwasserschutzfunktion dient das HRB mit seinen naturnahen Überflutungsflächen und Uferbereichen als Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen.

Castrop-Rauxel

Über Emscher-Weg

Rüpingsbach

51.493047,7.438011

Der Rüpingsbach ist ein Nebengewässer der Emscher und fließt südlich des Dortmunder Stadtkerns. Im Rahmen des Emscher-Umbaus wurde der Rüpingsbach von der EMSCHERGENOSSENSCHAFT umgestaltet und ökologisch verbessert. Hierfür wurden in vielen Bereichen die naturfernen Elemente des Gewässers, wie die Sohlschalen, entfernt und die Böschungen flacher und naturnaher gestaltet.

Hochwasserrückhaltebecken Nagelpötchen

51.494998, 7.538905

Ein Hochwasserrückhaltebecken (HRB) ist eine Stauanlage zur Regulierung der Abflussmenge eines Fließgewässers bei Hochwasser. Im Rahmen des Emscher-Umbaus wurde das Hochwasserrückhaltebecken Nagelpötchen in Dortmund-Schüren von der EMSCHERGENOSSENSCHAFT ausgebaut, so dass es nun rund 102.000 Kubikmeter fasst. Damit einher ging auch die ökologische Verbesserung der Emscher innerhalb des Beckens. Statt des einstigen, begradigten Laufes ist dort nun eine kurvenreiche Flusstrasse entstanden. Die Emscher fließt in einem natürlichen Flusslauf und kann sich im Fall eines Hochwassers in das Becken ausbreiten. Neben dem wichtigen Aspekt des Hochwasser- schutzes entstehen hier auch einzigartige Naturräume.

Kläranlage Dortmund-Deusen

Deusener Straße 128, 44369, Dortmund-Deusen, Dortmund, Deutschland

Die Kläranlage Dortmund-Deusen der EMSCHERGENOSSENSCHAFT ist die erste im Rahmen des Emscher-Umbaus errichtete Kläranlage. 1994 wurde die Anlage fertiggestellt und reinigt das Wasser von 140.000 Einwohnern und zusätzlich mehr als die doppelte Menge industrieller Abwässer. Die Kläranlage Deusen ist Teil der Route der Industriekultur. Die weithin sichtbaren Faultürme erstrahlen abends in blauem Licht.

Die Kläranlage kann nach vorheriger Terminabsprache über info@eglv.de im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

BernePark

Ebelstraße 25a, Bottrop, Deutschland

Der Stadtteil Bottrop-Ebel liegt in „Insellage“ zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Ebel entstand 1863 als Siedlung für die Zeche Prosper I.  Noch heute befindet sich hier eine für das Ruhrgebiet typische Zechensiedlung. Am nördlichen Rand von Bottrop-Ebel liegt die in den 50er-Jahren erbaute Kläranlage Bernemündung der EMSCHERGENOSSENSCHAFT, die seit 1997 außer Betrieb ist. Im Zuge der emscherkunst wurde das Gelände der ehemaligen Kläranlage zu einem öffentlich zugänglichen Bürgerpark umgestaltet. Im früheren Maschinenhaus befindet sich heute eine Gastronomie.

Im BernePark können vier Kunstwerke der emscherkunst dauerhaft erlebt werden. So sind hier das „Theater der Pflanzen“ von Piet Oudolf und Gross.Max und die „Lichtinstallation“ von Mischa Kuball sowie das Werk „Catch as catch can“ von Lawrence Weiner angesiedelt. Außerdem findet sich hier auch eins der zahlreichen markanten Fernrohre des dänischen Künstlers Jeppe Hein.

Das so genannte „Parkhotel“ des österreichischen Künstlers Andreas Strauss bietet Besuchern in Form von umgebauten Kanalrohren ausgefallene Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Gelände. Über das Internet können die Schlafplätze in der ungewöhnlichen Herberge ganz unkompliziert reserviert werden. Übernachtet wird nach dem „Pay as you wish“-Prinzip, bei dem die Gäste bezahlen, was sie für angemessen halten bzw. womit sie die Idee unterstützen möchten.

Der BernePark ist jederzeit geöffnet und kostenfrei zugänglich. Die aktuellen Öffnungszeiten des Restaurants im Maschinenhaus finden Sie unter www.bernepark.de. Reservierungen für das Parkhotel können unter www.dasparkhotel.net erfolgen. Mehr Informationen zu den Kunstwerken im BernePark finden Sie unter www.emscherkunst.de.

Emscherquellhof

Quellenstraße 2, Holzwickede, Deutschland

Auf dem Gelände der Fachwerk-Hofanlage des Emscherquellhofes in Holzwickede liegt der „Quellteich“ der Emscher. Landmesser des preußischen Königs hatten 1824 das Urkataster erstellt und die damals noch unter dem Namen „Lünschermannhof“ bekannte Anlage fälschlicherweise als Quellgebiet der Emscher festgelegt. Tatsächlich entspringt die Emscher jedoch im Hixterwald, einige hundert Meter südwestlich des Hofes. Hier fließt Emscherwasser aus insgesamt fünf Quelltöpfen zusammen.

Der Hof wurde 1801 errichtet und entspricht architektonisch der damals regionaltypischen Bauweise eines Westhellweghofes. 2005 restaurierte die EMSCHERGENOSSENSCHAFT die Hofanlage nach originalem Vorbild. Heute informiert vor Ort eine Ausstellung über die Hofgeschichte, den damaligen Alltag und den Umbau des Emscher-Systems. Jedes Jahr im August findet das beliebte Emscherquellfest statt. Die EMSCHERGENOSSENSCHAFT nutzt den Hof vor allem für eigene Schulungen, Seminare und Weiterbildungen. Gleichwohl soll er – wann immer es geht – für interessierte Bürger offen stehen.

Die Ausstellung zum Emscher-System kann von Mai bis August an jedem 2. Sonntag im Monat von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr besucht werden. An diesen Tagen findet um 16 Uhr eine Führung statt. Führungswünsche können von montags bis freitags angemeldet werden bei:

Claudia und Gerd Drzisga
T. 0 23 01 91 98 17

F. 0 23 01 29 79 97

E-Mail: emscherquellhof@eglv.de

PHOENIX See

PHOENIX See, Dortmund, Deutschland

160 Jahre lang wurde in Dortmund-Hörde Stahl gekocht. Der Name Phoenix stand für das Hochofenwerk auf dem Gelände Phoenix- West und das Oxygen-Stahlwerk Hermannshütte auf dem Gelände Phoenix-Ost. Mit dem Strukturwandel der Region ging diese Epoche zu Ende – aus den Werksgeländen wurde 2001 eine der zahlreichen Industriebrachen im Revier. Doch inzwischen ist Phoenix wie der griechische Sagenvogel wieder auferstanden – als Innovations- und Freizeitareal der Stadt Dortmund.

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Die Region von Bönen bis Lünen entdecken

Der Seseke-Weg bietet eine direkte Wegeverbindung zwischen Bönen über Kamen und Bergkamen bis zur Sesekemündung in Lünen. An der Mündung in Lünen ist der Seseke-Weg mit der Römer-Lippe-Route verknüpft. Entlang der rund 25 Kilometer langen Strecke laden Rastplätze und Kunststandorte des Projektes „Über Wasser gehen“ zum Verweilen ein. 

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